GEDANKENKABINETT Nichts muss bleiben wie es ist
GEDANKENKABINETTNichts muss bleiben wie es ist

Daigoro-Methode

 

Seit fünfzehn  Jahren, seit 1999, arbeite ich ehrenamtlich mit drogenaffinen und kriminellen Jugendlichen sowie Jugendlichen aus sozialen Brennpunkten.

Zunächst habe ich in meiner Schulzeit mit jugendlichen Spätaussiedlern, vornehmlich russlanddeutschen, in einem Trierer Jugendzentrum für Jugendliche aus sozialen Brennpunkten ehrenamtlich zusammengearbeitet. Meine Aufgabe bestand darin, besagten Jugendlichen Zugänge zu der Lebenswelt der anderen Jugendlichen im Jugendzentrum zu schaffen. Durch gemeinsame Unternehmungen wurden schnell interkulturelle Barrieren sichtbar und Konflikte entstanden. Ich habe daraufhin begonnen, in diesem Jugendzentrum spontane Gesprächskreise mit anwesenden Jugendlichen abzuhalten, die bald zu einem interkulturellen Dialog führten, in dessen Verlauf einzelne transkulturelle Veranstaltungen entstanden. Durch diese transkulturellen Veranstaltungen, auf denen die kulturellen Barrieren und Konflikte von den Jugendlichen thematisiert wurden, wurde das gegenseitige Verständnis und vor allem Vorurteile abgebaut. Diese Jugendarbeit hat mir schon früh gezeigt, dass ein  möglichst vielschichtiges Bild der Jugendlichen aus sozialen Brennpunkten sowie der Jugendlichen mit Migrationshintergrund gezeichnet und der Dialog zwischen Jugendlichen gefördert werden muss, um ihnen ein beschwerde- und gewaltfreieres Aufwachsen zu ermöglichen und Vorurteile, die bis ins Erwachsenenalter bestehen bleiben können, vorzubeugen. Das, was diese Jugendliche einander näher brachte, war das Gespräch und gemeinsame Handeln. Das, was mir im Besonderen die Jugendarbeit gezeigt hat, ist, dass die Methode des regelrechten, wertschätzenden Dialogs beziehungsweise gegenseitig gewichteten Dialogs – eigentlich solum von Wissenserwerb -  kaum noch gezielt kultiviert wird, sondern Verhaltensphrasen interniert werden, um mit einer Umwelt kommunizieren zu können. So wird Lernen immer noch vornehmlich über das ‚Schema Computer’ erfasst: Input, Output. Die Selbständigkeit des Denkens liegt vornehmlich in der Eigenmächtigkeit eines klassischen Users, - besser oder weniger geübt Verhaltensphrasen adäquat zu verwenden. Wertschätzung Bildung gegenüber als Gegenstand der Persönlichkeitsgenerierung fehlt dort, wo Wissenserwerb lediglich Mittel zu einem Zweck ist, dem Sinne nach, wenn du Chemie in der Oberstufe machst, kannst du dein Abitur ablegen, auch wenn du in deinem späteren Lebensweg Chemie, wenn überhaupt, nur äußerst peripher benötigen wirst.[1] Bildung um ihretwillen, nämlich dem, den Geist zu bilden, auf dass er selber weiterdenke, wird allzu oft als verkitscht und verräterisch geprangert. Die Jugendlichen, die ich kennen gelernt habe, dürsten nach eben diesem Verständnis von Bildung, wie eben nicht den Inhalt und Gehalt eines Goethes kennen zu müssen, sondern die Fähigkeit zu erlangen, sich eines Riesen zu bedienen, um das eigene Leben sich selbst erfahrbarer zu machen und sich selbstbestimmt Verhaltensgesetze geben zu können [ατονομία]. Die Nachhaltigkeit dieser Jugendarbeit zeigt sich vor allem darin, dass ich heute noch Kontakt zu einigen der damals Jugendlichen habe, die mir noch immer mit Freude von unseren Gesprächskreisen und ihren selbständigen Versuchen, diese Kultur aufrechtzuerhalten, berichten. Noch heute führen sie selbständig Philo-Cafés durch, in denen sie die Methode des gegenseitig gewichteten Dialogs durchführen.

Während meines Studiums der Philosophie und Germanistik an der Universität Trier habe ich eine weltweit einzigartige Arbeit zum Sprachbewusstsein und zur Morphologie der Drogensprache bei drogenabhängigen Jugendlichen erstellt. Für diese Untersuchung habe ich eine Gruppe von fünfzehn Jugendlichen, vier Mädchen, elf Jungen, im Alter von 16 bis 19 in einem Jugendzentrum für drogengefährdete und drogenabhängige Jugendliche in Trier ein halbes Jahr lang ein- bis zweimal die Woche für zwei Stunden begleitet. Nach Absprache mit dem Betreuer der Gruppe und der Gruppe selber durfte ich, unter der Voraussetzung als ‚stille Beobachterin’ zu fungieren, an den Treffen der Gruppe teilnehmen. Innerhalb des halben Jahres habe ich als besagte ‚stille Beobachterin’ eine Wortsammlung angefertigt und durch Beobachtung der Sprachanwendung, Rückschlüsse auf das Sprachbewusstsein der Gruppe gezogen. Weder das Geschlecht, die Nationalität oder die Konfession noch der Bildungsstand oder das soziale Umfeld spielten bei dieser Untersuchung eine Rolle. Die Gruppe setzte sich aus den verschiedensten sozialen Milieus, Bildungsniveaus und Nationalitäten zusammen. Das, was die einzelnen Gruppenmitglieder vor allem gemeinsam hatten, war ihre Affinität zu Drogen und gemeinsame Erlebnisse unter Drogeneinfluss. Meine Arbeit ’Sprachbewusstsein und Wortbildung in der Drogensprache von drogenabhängigen Jugendlichen. Eine Untersuchung am Beispiel einer Jugendtreffgruppe’[2] ist weltweit die erste wissenschaftliche Arbeit zum Sprachbewusstsein und zur Morphologie der Jugendsprache gewesen, was die Probanden ungemein stolz gemacht hat und ihnen durch den Erfolg der Arbeit einen Zugang zum Wissen ermöglicht hat. Plötzlich waren sie der Inhalt einer wissenschaftlichen Arbeit. Sie hatten zu dieser Arbeit beigetragen. Sie waren interessant für die Wissenschaft gewesen. Ihr Selbstbewusstsein und Selbstverständnis und Interesse an Sprache und Philosophie stieg nachhaltig. Sie erkannten, dass man mit Spaß sinnvoll arbeiten kann.

Wie bereits bei der zuvor besagten Jugendarbeit zeigte sich auch bei dieser Arbeit kein Problem mit meinem Alter. Obwohl ich teilweise beinahe Gleichaltrige mir gegenübersitzen hatte, respektierten sie mich beide Male von Beginn an, was nicht nur an meiner Position als Betreuerin oder Wissenschaftlerin lag. Ich bin der festen Überzeugung, dass meine Kommunikationsart mit den verschiedensten Jugendlichen der Grund für ihre Zugänglichkeit oder Akzeptanz ist. Ich hatte mir angeeignet, mit den Jugendlichen so zu kommunizieren, wie sie selber sprechen, wie ihr Sprachbewusstsein und Sprachgebrauch es erlaubt. Gerade weil ich sie mit ihrer Sprache angeredet habe, haben sie mich verstehen können. Ich bin der festen Meinung, dass man sich zunächst dem Sprachniveau, dem Repertoire und der Varietät der Person anpassen muss, damit sie kommunikabel bleibt und sich traut nachzufragen, wenn eine Vokabel fällt, die sie nicht kennt. Meine Erfahrung besagt, dass dies der erfolgreichste Weg ist, sich Zugang zu einem Menschen zu verschaffen. Ein weiterer Punkt ist, dass ich jedem Jugendlichen von Anbeginn an zeige, dass ich ihn ernst nehme, indem ich ihn erklären lasse und nachfrage. Und dabei selber standhaft und konsequent bleibe.

Seit meiner Jugendarbeit gebe ich ehrenamtlich philosophiezentrierten Nachhilfeunterricht in allen Fächern der Ober- und Unterstufe Gymnasium, Realschule und Hauptschule und philosophiepraktische Gesprächskreise für sozial schwache und drogenaffine Jugendliche. In dieser Zeit habe ich erkannt, dass es notwendig ist, um nachhaltige Erfolge zu erzielen, den Wert des Menschen in den Mittelpunkt zu stellen und seine Begeisterung zu wecken.

Im Lauf der Jahre hat sich durch meine Arbeit mit den verschiedensten Jugendgruppen die im Folgenden vorgestellte Wissensvermittlungsmethode ‚Daigoro-Methode’ entwickelt.

 

Die ‚Daigoro-Methode’ ist in erster Linie eine philosophiezentrierte Wissensvermittlungsmethode.

Sie verbindet die Cantadora-Tradition des lebhaften Erzählens mit der Philosophiegeschichte, indem sie die aktuell zu erlernende theoretische wie praktische Thematik in einen philosophischen Gesamtzusammenhang bringt. Das kann sowohl aus begründungstheoretischer Sicht, moralethischer, wissenschaftstheoretischer, logischer, erkenntnistheoretischer, als auch philosophiepraktischer Ebene und Weise oder der der konkreten Lektüre erfolgen. Je nach Thema bietet sich ein anderes Feld oder mehrere an. Indem man ein Thema in einen philosophischen, umfassenderen Rahmen fügt, öffnet sich zu diesem Thema ein konkreter und zugleich abstrakterer Zugang, der es vereinfacht, die Absicht und den Gang des zu Erlernenden zu erfassen.

Indem man dieses Umrahmen des eigentlichen Themas mit einem umfassenderen Rahmen nicht auf theoretisch nüchterne Art und Weise vollbringt, sondern durch eine erzählende Cantadora-Weise, bleibt das zu erlernende Thema nachhaltiger im Bewusstsein und vermag zu fesseln.

Die Cantadora- Erzähltradition ist eine aus Südamerika stammende Erzähltradition. Ein(e) Cantadora, auch ‚keeper of old stories’, erzählt auf eine Weise, die das zu Erzählende bildhaft zum Leben erweckt. Diese Bilder stecken voller Weisheit, die den Zuhörer in eine Welt entführen, die bei genauem Hinsehen der seinen nicht fremd ist. Geschichten fesseln mehr als Theorie. Und wenn die zu erzählende Geschichte die einer Theorie ist, hat man über die Hintertreppe des individuell auf den Jugendlichen zugeschnittenen Erzählens die Aufmerksamkeit sowohl für sich selber als auch für sein Thema gewonnen.

Ein weiterer Schritt, der notwendig ist, um meiner Erfahrung nach die Aufmerksamkeit für ein Thema wohlwollend zu erlangen, ist ein ebenso notwendiger wie der der Erzählhaltung der Cantadora. Es ist absolut unabdingbar, dass die beziehungsweise der zu Lernende, den Sinn dessen vermittelt bekommt, was sie beziehungsweise er zu lernen hat. Erst wenn sie beziehungsweise er den Sinn dessen erkennen kann, was sie beziehungsweise er zu lernen hat und die Absicht des Wiesos, des Weshalbs, vermag sie beziehungsweise er, die Motivation zu erlangen, es wirklich lernen zu wollen. Denn das Wollen hält aufrecht. Das Wollen, etwas wirklich zu erlernen, auch wenn es Zeit und Mühe kostet, ist es, was dem Menschen hilft, sich selbst auszubilden im klassischen Sinne der Aufklärung Kants. Sich selbst auszubilden zu einem mündigen Menschen vermag meiner Erfahrung nach wohl der am besten, der die Notwendigkeit zur Ausbildung erkannt hat und sich selbständig wollend für diese entschieden hat, denn wie Kant schon sagte: „Es ist so bequem, unmündig zu sein.“.[3]

Das Ideal des Polyhistors ist kein veraltetes. Die Interdisziplinarität im Denken und wissenschaftlichen Rahmen ist unabdingbar, um die Liebe zur Bildung an sich zu entwickeln und nicht eingleisig festzufahren. Lernt der Lernende die Methode des Dialogs und des Argumentierens und interdisziplinäres Denken im Rahmen der Philosophiegeschichte, vermag er sich, wie meine Erfahrung zeigt, jedem Wissensinhalt angstfrei und vorurteilslos zu nähern.

Meiner Erfahrung nach vermag besonders die Philosophiegeschichte der Antike und der japanischen Philosophie den Lernenden zu fesseln. Hier vornehmlich Epikurs und Senecas Biographie und Lehre, Demokrits Euthymia- und Ataraxiebegriff sowie die Wan Yang Min Philosophie. Die in philosophiepraktischen Diskursen thematisierte Frage, ob es sich bei dieser Philosophie um sedimentiertes Alltagswissen handelt oder ob es doch Philosophie ist, bringt uns hier nicht weiter. Marginal möchte ich hierzu nur anmerken, dass Karl Jaspers Untersuchungen zu Epikur[4] zu denen gehören, denen ich mich anschließen möchte, wenn er sie als ernste und seriöse Sache, die das ganze Leben anbelangt, erklärt. Es ist in all meiner Forschung zur Wissensvermittlung evident gewesen, dass die Gewichtung des Wissens in die philosophiepraktische Lebenskunst anhand der Philosophiegeschichte zur nachhaltigen Wissensspeicherung und leichteren Wissensgenese führt.

Darüber hinaus vermag die Daigoro-Methode den praktischen Kern einer Theorie aufzudecken und somit wieder einen weiteren Zugang zur Theorie zu legen. Vor allem werden problembeladene junge Menschen mit Beispielen der Lebenshaltung und vom Umgang mit Unglück mit Philosophiegeschichte aufgerichtet. Zusätzlich ist es hilfreich, Themen der Literaturgeschichte und einzelne Exponate wie Lessings ‚Nathan der Weise’ hinzuzuziehen, aber auch hier in der Erzählhaltung der Cantadora.

Und wenn dennoch kein Wollen entsteht, dann vermag der Lernende zumindest besser mit dem Ergebnis seines Nichtwissens leben zu können und sein Selbstbewusstsein aufrecht zu halten, ohne sich als Versager zu sehen. Denn er selbst hat gewählt und ist sich dessen bewusst. Er hat gelernt, sich alle Konsequenzen aufzuzeigen und sich zu entschieden. Meine empirischen Untersuchungen haben gezeigt, dass gerade diejenigen mit niedrigem Bildungsniveau oder sogar geringeren kognitiven Fähigkeiten das größte Interesse entwickeln können und durch die Daigoro-Methode nachhaltige Fortschritte erzielen.

Der Name der Methode beruht auf dem Manga und Samuraiepos ‚Kozure Okami’ des Autors Kazuo Koike.[5] Koike zeigt in seinem Manga anhand der persönlichen Entwicklung Daigorosdie selbstständige Wissenserlangung und den angstlosen Umgang mit Wissen.In Daigoro vereinen sich das eigenverantwortliche Streben nach Wissen und das Wissen um den Verzicht, den es mit sich bringt, mit philosophiezentrierter Wissensvermittlung.

Die Daigoro-Methode ist eine klassische poietische Methode. Sie ist darauf ausgerichtet, den Lernenden zur Selbstmotivation und eigenständigem Denken zu bringen. Sie vermag durch ihre rein auf rationalen Argumenten beruhende Argumentationsweise zu vermitteln, dass der Mensch auf dem Papier keine Hautfarbe hat. Dass allein das bessere und bestenfalls dem aporetischen Prinzip genügende Argument zählt und mehr noch als das, der selbstständige Entschluss zum Wissen. Und sie vermag Begeisterung für ein Thema zu wecken und Begeisterung führt nicht selten auch zu Disziplin.

Vielleicht vermag sie auch dem Lernenden zu vermitteln, dass Wissen Macht ist und dass es nicht einfach ist, sie zu erlangen. Hinzu kommt in einer informationsüberladenen Gesellschaft, in der Konsum den Menschen von eigentlichen Inhalten ablenkt, dass, wie schon Platon formulierte, eher der Zuckerbäcker als der Philosoph gewählt wird[6], es beschwerlich ist, das Erlangen von Wissen nicht aufzugeben. Die Daigoro-Methode setzt aber auch hier ein. Sie versucht dem Lernenden zu vermitteln, was Wissen ist, und weshalb es notwendig und gefährlich zugleich ist. Ein angenehmer Nebeneffekt dabei ist, dass somit das Themengebiet ‚Wissen’ spannender wird. So hat auch schon Kant diesen Unmut gegen freiheitlichen Wissenserwerb und die Macht der Manipulation durch Wissensenthaltung beschrieben, wenn er schreibt „Nachdem sie ihr Hausvieh zuerst dumm gemacht haben und sorgfältig verhüteten, dass diese ruhigen Geschöpfe ja keinen Schritt außer dem Gängelwagen, darin sie sie einsperrten, wagen durften, so zeigen sie ihnen nachher die Gefahr, die ihnen droht, wenn sie es versuchen allein zu gehen. Nun ist diese Gefahr zwar eben so groß nicht, denn sie würden durch einigemal Fallen wohl endlich gehen lernen; allein ein Beispiel von der Art macht doch schüchtern und schreckt gemeinhin von allen ferneren Versuchen ab.“[7].

Die Daigoro-Methode bedeutet sehr viel Energie- und Zeitaufwand sowohl für den Lernenden als auch für den Lehrenden. Aber das, was man zurückbekommt, lässt einen das durchstehen. Denn die strahlenden Augen, die sich darüber freuen, nicht „doof“ zu sein, selber etwas sagen zu können, sogar von Philosophiegeschichte und den verschiedensten Theorien erzählen zu können, wertet das Selbstbewusstsein ungemein auf und gibt Lernenden den Mut und die Zuversicht, weiterlernen zu wollen. Man hat erkannt, was Wissen ist und weshalb es notwendig ist, will man frei und selbstverantwortlich sein. Darüber hinaus vermittelt die Daigoro-Methode einen humanistischen Zugang zu Bildung und als solche ist sie tief in der Tradition der klassischen Philosophie der Aufklärung verbunden. Ihr erklärtes Ziel ist, sozial benachteiligten Jugendlichen einen qualifizierten Zugang zu klassischer, ganzheitlicher und nachhaltiger Bildung zu ermöglichen.

„Sapere aude!“ vermag einzuschüchtern oder allzu idealistisch klingen. Ich habe in meiner Arbeit mit drogenaffinen Jugendlichen und Jugendlichen aus sozialen Brennpunkten seit über fünfzehn Jahren erfahren, dass es nicht idealistisch ist, so zu denken und dass diese Methode erfolgreich anwendbar ist und nachhaltige Ergebnisse garantiert.

 

 


[1][1] Vgl. beispielsweise das Urteil des Verwaltungsgerichts Berlin im Fall Benjamin Kiesewetter

[1][2] Sivitanides, Despina: ’Sprachbewusstsein und Wortbildung in der Drogensprache von drogenabhängigen Jugendlichen. Eine Untersuchung am Beispiel einer Jugendtreffgruppe’. 2004. [nicht veröffentlicht]

[1][3] Kant, Immanuel: Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung. In: Weischedel, Wilhelm: Werke in zwölf Bänden. Bd.11. Frankfurt am Main, 1977, S. 59ff.. [Der Originaltext erschien in der Dezemberausgabe der Berlinischen Monatsschrift 1784]

[1][4] Jaspers, Karl: Philosophie, Bd. II, Berlin/Göttingen/Heidelberg 1932, S. 224ff..

Jaspers, Karl: Die großen Philosophen. 8. Aufl. o.O. 2007, S. 167ff.

[1][5] Koike, Kazuo: Kozure Okami. Der Wolf und sein Junges. Ausgabe 5 der Comic-Anthologie „Macao“ des Verlages Borchert & Querengässer, 1989.

[1970 bis 1976 als Fortsetzungskapitel in einem japanischen Manga-Magazin, auch zu 28 Sammelbänden mit jeweils mehr als 300 Seiten zusammengefasst.]

Daigoro ist der Sohn des in Ungnade gefallenen Protagonisten und Ronins Itto Ogami, dem ehemaligen Kaishaku-Nin (Sekundant bei Seppuku) des Shogunats. Durch eine Intrige wird Itto Ogami jedoch des Verrats an dem Shogun verdächtigt. Nachdem er sich dem Befehl widersetzt, Seppuku (Selbstmord) zu begehen, zieht er als Auftragsmörder mit seinem kleinen Sohn Daigoro durch das Japan der Edo-Zeit. Sein Ziel ist die Wiederherstellung der Familienehre. Auf seinem langen Pfad hin bis zur Wiederherstellung seiner Familienehre, lehrt er Daigoro die Selbstständigkeit und den angstlosen Umgang mit Wissen. Daigoro lernt, denn ihm bleibt nichts anderes. Er lernt, wie der Manga immer wieder betont, nicht gerne und auf einfache Art. Oft sehnt er sich nach dem Herumtollen und Kinderspielen, was die anderen Kinder, denen er auf seinem Weg begegnet, sorglos tun und wozu er selbst allzu wenig Gelegenheit findet. Aber Daigoro wird zum vollendeten Krieger ausgebildet, sowohl praktisch als auch theoretisch, weil er sich selber dazu entschieden hat, als er von seinem Vater vor die Wahl gestellt wurde. In Daigoro vereint sich das eigenverantwortliche Streben nach Wissen und das Wissen um den Verzicht, den es mit sich bringt, mit philosophiezentrierter Wissensvermittlung.

[1][6]-Platon: Politeia. In:Simon R. Slings (Hrsg.):Platonis Respublica.Oxford 2003.

Vgl. dazu Plutarch: Lykurgos. Deutsche Übersetzung nach: Plutarch. Lebensbeschreibungen. Gesamtausgabe, übersetzt von Johann Friedrich Kaltwasser, in Neubearbeitungen von Hans Floerke und später Ludwig Kröner, Bd. 1 (Theseus-Romulus, Lykurgos - Numa, Solon-Poplicola, Themistokles - Camillus, Perikles - FabiusMaximus), mit einer Einletung von Otto Seel, München 1965, S. 117 ff..

Vgl. dazu Nietzsche, Friedrich: Also sprach Zarathustra. Ein Buch für alle und keinen. In: Werke in drei Bänden. Bd. 2. München 1954, S. 87f..

[1][7] Kant, Immanuel: Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung. In: Weischedel, Wilhelm: Werke in zwölf Bänden. Bd.11. Frankfurt am Main, 1977, S. 59ff.. [Der Originaltext erschien in der Dezemberausgabe der Berlinischen Monatsschrift 1784]


 

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